SCHULUNGSZENTRUM

WIE WERDEN DIAGRAMME GELESEN

Um in der heutigen Welt der Technik und des Fortschritts erfolgreich zu sein, muss man die Inhalte von Diagrammen und die grundlegenden technischen Indikatoren lesen und, noch viel wichtiger, verstehen können. Nachfolgend sind nur einige der Grundlagen aufgeführt, die Ihnen helfen werden, technische Analysen und Währungsdiagramme zu deuten.

RELATIVE-STÄRKE-INDEX, RSI:

Dieser Index ist ein gängiger Indikator für den Forex-Markt. Der RSI misst das Verhältnis von Bewegungen nach oben und unten und vereinheitlicht die Berechnung, sodass der Index als eine Zahl zwischen 0-100 ausgedrückt wird. Beträgt der RSI 70 oder mehr, gilt das Instrument als überkauft (eine Situation, bei der die Kurse höher gestiegen sind, als vom Markt erwartet). Ein RSI von 30 oder weniger gilt als Zeichen, dass das Instrument eventuell überverkauft wurde (eine Situation, bei der die Kurse stärker gesunken sind, als vom Markt erwartet).

STOCHASTIK-OSZILLATOR:

Damit werden Bereiche gekennzeichnet, in denen ein Überkaufen bzw. Überverkaufen stattgefunden hat. Die Skala geht dabei von 0-100 %. Dieser Indikator beruht auf der Beobachtung, dass sich die periodischen Schlusskurse bei steigenden Kursen (Aufwärtstrend) eher im oberen Periodenbereich sammeln. Bei sinkenden Kursen (Abwärtstrend) sind die Schlusskurse hingegen eher am unteren Ende des Periodenbereichs.

Stochastische Berechnungen ergeben zwei Linien, %K und %D, die Bereiche im Diagramm anzeigen, in den ein Überkaufen bzw. Überverkaufen stattgefunden hat. Die Divergenz zwischen den stochastischen Linien und der Kursbewegung des zugrunde gelegten Instruments ergibt ein starkes Trading-Signal.

KURSBILDUNG

Ein Kurs spiegelt die Wahrnehmungen und Handlungen der Marktteilnehmer wider. Es sind die Spannungen zwischen Käufern und Verkäufern auf dem Börsenparkett, die zu Kursbewegungen führen. Alle grundlegenden Faktoren schlagen sich daher schnell auf den Kurs aus. Bei der Betrachtung von Kursdiagrammen sieht man daher indirekt eine grundlegende Psychologie und gleichzeitig die des Marktes. Denn der Markt wird von zwei Emotionen geleitet – Gier und Furcht. Sobald Sie das verinnerlicht haben, verstehen Sie allmählich die Psychologie des Marktes und wie sich diese in den Mustern von Diagrammen widerspiegelt.

DATENFENSTER

Die meisten Computerprogramme zeigen ein kleines Fenster mit Inhalten an. Dies wird normalerweise als Anzeigefenster bezeichnet und enthält die folgenden Dinge:
O = Eröffnungskurs
H = Höchster Kurs
L = Niedrigster Kurs
C = Schlusskurs
Tr = Volumen oder Anzahl der Transaktionen (nicht Kontrakte) in diesem Zeitraum.

KURSBALKEN

Kursbalken sind eine lineare Abbildung eines Zeitraums. Für den Betrachter ist es eine grafische Abbildung, die die Aktivitäten in einem bestimmten Zeitfenster zusammenfasst. In unserem System benutzen wir z. B. Balken für den Zeitraum von einer Minute und fünf Minuten. Jeder Balken hat eine ähnliche Charakteristik und enthält mehrere wichtige Informationen für den Betrachter. Zuerst einmal steht der höchste Punkt des Balkens für den höchsten Kurs, der in diesem Zeitraum erzielt wurde. Der unterste Punkt des Balkens steht für den niedrigsten Kurs im selben Zeitraum. Gewöhnliche Balken haben einen kleinen Punkt auf der linken Seite des Balkens, der für den Eröffnungskurs in diesem Zeitraum steht. Der kleine Punkt auf der rechten Seite steht für den Schlusskurs im selben Zeitraum.

MARKTSITUATIONEN

Oftmals wiederholen sich bestimmte Kursbewegungen am Markt. Hat eine Bewegung eingesetzt, ist dies die wahrscheinlichste Entwicklung der Richtung zukünftiger Kurse, bis sich der Markt wieder ändert. Es gibt zwei Situationstypen, die für Trading-Anfänger wichtig sind und die es zu identifizieren gilt: die mit Tendenz und die ohne Tendenz. Jede Situation hat zwei bestimmte Muster, die Sie mit der Zeit auch noch erkennen werden. Diese Situationen und Muster können wie folgt definiert werden:

  • Mit Trend - stetige, lang anhaltende Kursentwicklung in einem Winkel von unter 45°, mit gelegentlichen Unterbrechungen, Gewinnmitnahmen oder Ruhezeiten.
  • Aufwärtstrend - Ein Verlauf mit höheren Hochs und höheren Tiefpunkten.
  • Abwärtstrend - Ein Verlauf mit niedrigeren Tiefpunkten und niedrigeren Hochs.
  • Ohne Trend - Ungleichmäßige Kursbewegungen, die oft steil (größer als in einem Winkel von 45°) sind und nicht von Dauer sein können, sich folglich umkehren. Obwohl diese Entwicklung den Kurs kurzfristig stark verändern kann, ist die Bewegung des Kurses über einen längeren Zeitraum betrachtet insgesamt eher gering.
  • Unstet - Ein unregelmäßiges Muster mit höheren Hoch und niedrigeren Tiefpunkten.
  • Seitwärts- Ein enges Muster mit tieferen Hochs und höheren Tiefpunkten.

Während Aufwärts- und Abwärtstrends exzellente Trading-Erfolge ermöglichen können, führen unstete Märkte oft dazu, dass Händler „aussteigen“. Bei Märkten, die sich seitwärts bewegen, treten diese beiden Effekte nur gering auf. Das Trading-Ziel sollte sein, bei einer Marktstimmung mit Trend „aufzuspringen“ und die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

VOLUMEN

Wenn es um Volumen geht, gibt es vier einfache Regeln, die es zu befolgen gilt:

  • Wenn die Kurse steigen und das Volumen anschwillt, klettern die Kurse weiter. Der Aufwärtstrend wird damit bestätigt.
  • Wenn die Kurse steigen, aber sich das Volumen verkleinert, verliert der Aufwärtstrend an Fahrt und steht womöglich kurz vor dem Aus.
  • Wenn die Kurse sinken und sich das Volumen vergrößert, fallen die Kurse weiter.
  • Wenn die Kurse fallen und sich das Volumen verkleinert, verliert der Abwärtstrend an Fahrt und steht womöglich kurz vor dem Aus.

Über uns
Plattformen
Kontotypen
Marktreaktionen und -analysen
Schulungszentrum
Partner und Affiliates