SCHULUNGSZENTRUM

TECHNISCHE ANALYSEN

Das Prinzip beim Devisenhandel ist simpel – sobald man verstanden hat, dass eine Währung eine Ware ist, deren Wert im Vergleich zu einer anderen Währung schwankt. Mit dem Kauf (oder Verkauf) einer Währung versuchen Devisenhändler durch Schwankungen des FX-Kurses Gewinne zu erzielen. Das Schöne beim Devisenhandel ist, dass die Kosten hierfür so niedrig sind. Daher können Trades extrem kurzfristig innerhalb von Sekunden abgewickelt werden, aber auch über längere Zeiträume.

WAS SAGT EINE TECHNISCHE ANALYSE AUS?

Den Trend erkennen

Eines der erste Dinge, die Sie im Bezug auf technische Analysen hören werden, ist das Motto: „Der Trend ist dein Freund.“ Einen anhaltenden Trend zu finden, hilft Ihnen dabei, die allgemeine Marktentwicklung deutlicher einschätzen zu können. Das ist besonders wichtig, wenn kurzfristige Veränderungen das Gesamtbild trüben. Wöchentliche und monatliche Diagramme eigenen sich idealerweise eher, um längerfristige Trends aufzuspüren. Haben Sie den allgemeinen Trend entdeckt, können Sie ihn dann auf das Zeitfenster, in dem Sie handeln möchten, anwenden. So können Sie effektiv kaufen oder verkaufen, wenn der Moment günstig ist.

Unterstützungs- und Widerstandslinien

Unterstützungs- und Widerstandslinien sind die periodisch auftretenden Punkte in einem Diagramm, bei denen sich Kurssteigerungen bzw. -senkungen widerspiegeln. Eine Unterstützungslinie ist normalerweise der Tiefpunkt in einem Diagramm (stündlich, wöchentlich oder jährlich). Eine Widerstandslinie ist der Höchstwert in einem Diagramm. Diese Linien werden als Unterstützungs- und Widerstandslinien bezeichnet, wenn sie eine Tendenz zur Regelmäßigkeit aufweisen. Es ist am besten, dann zu kaufen oder verkaufen, wenn diese Unterstützungs- und Widerstandslinien erreicht werden, da es unwahrscheinlich ist, dass diese durchbrochen werden.

Sollten diese Linien durchbrochen werden, werden sie meist zum Widerstand für die andere Seite. Das heißt, eine durchbrochene Widerstandslinie kann bei steigenden Märkten als Unterstützung für den Aufwärtstrend dienen. Bei fallenden Märkten kann eine durchbrochene Unterstützungslinie allerdings zu einem Widerstand führen.

Linien und Kanäle

Trendlinien sind einfache, aber hilfreiche Werkzeuge zur Identifizierung von Marktentwicklungen. Eine nach oben gerade ansteigende Linie wird gezeichnet, indem man mindestens zwei aufeinanderfolgende Tiefpunkte verbindet. Der zweite Punkt muss natürlich höher als der erste sein. Durch das Fortführen dieser Linie kann man die Richtung bestimmen, in die sich ein Markt bewegen wird. Ein Aufwärtstrend ist eine konkrete Methode zur Bestimmung von Unterstützungslinien. Andersherum werden nach unten zeigende Linien durch das Verbinden von zwei oder mehr Punkten in einem Diagramm eingetragen. Die Aussagekraft einer Trendlinie hängt zum Teil von der Anzahl der verbundenen Punkte ab. Es sollte aber auch gesagt werden, dass die Punkte nicht zu nah beieinander liegen dürfen. Ein Kanal ist ein Kursverlauf, eingezeichnet durch zwei parallele Trendlinien. Die Linien dienen als gerader, aufwärts- oder abwärtsführender Korridor eines Kurses. Der Kanal eines Verbindungspunkts bei Trendlinien liegt oft zwischen den zwei Verbindungspunkten der gegenüberliegenden Linie.

DIE GRUNDLAGEN

Diagramme

Es gibt drei wesentliche Arten von Diagrammen bei technischen Analysen:

Liniendiagramm:
Das Liniendiagramm ist eine grafische Abbildung des Verlaufs eines Wechselkurses eines Währungspaars über einen bestimmten Zeitraum. Die Linie entsteht durch die Verbindung der täglichen Schlusskurse.

Balkendiagramm:
Das Balkendiagramm ist eine Abbildung der Kursentwicklung eines Währungspaars mit horizontalen Balken zu gegebenen Zeitpunkten innerhalb eines Tages (z. B. alle 30 Minuten). Jeder Balken hat vier „Haken“, die für den Eröffnungs- und Schlusskurs sowie für den Höchst- und Tiefststand (OCHL) der Wechselkurse in diesem Zeitrahmen stehen.

Kerzendiagramm:
Das Kerzendiagramm ist eine Variante des Balkendiagramms. Hier werden die OCHL-Kurse als „Kerze“ mit einem „Docht“ an jedem Ende dargestellt. Wenn der Eröffnungskurs höher als der Schlusskurs ist, dann ist die Kerze „gefüllt“. Wenn der Schlusskurs höher als der Eröffnungskurs ist, dann ist die Kerze „hohl“.

Unterstützungs- und Widerstandslinien

Aus technischen Analysen kann man u. a. „Unterstützungs- und Widerstandslinien“ ableiten. Die zugrunde gelegte Idee ist, dass der Handel am Markt meist über seinen Unterstützungs- und unter seinen Widerstandslinien stattfindet. Eine Unterstützungslinie gibt ein bestimmtes Kursniveau an, unter das die Währung nur schwer rutschen wird. Wenn der Kurs wiederholt nicht unter diesen bestimmten Punkt fällt, erscheint eine gerade Linie.

Eine Widerstandslinie gibt hingegen ein bestimmtes Kursniveau an, über das die Währung nur schwer steigen wird. Wenn der Kurs wiederholt nicht über diesen bestimmten Punkt steigt, erscheint eine gerade Linie.

Wenn eine Unterstützungs- oder Widerstandlinie durchbrochen wird, dann folg der Markt erwartungsgemäß dieser Richtung. Diese Linien werden durch die Analyse von Diagrammen und durch Auswertung von vergangenen Zeitpunkten, in denen der Markt Unterstützungs- und Widerstandlinien nicht durchbrechen konnte, bestimmt.

Gleitender Durchschnitt

Der gleitende Durchschnitt ist ein weiteres Werkzeug, um Kurs-Trends auszumachen. Ein gleitender Durchschnitt ist, in seiner einfachsten Form, ein Durchschnitt der Kurse über einen bestimmten Zeitraum. Ein gleitender Durchschnitt von 10 Tagen wird bestimmt, indem man die Schlusskurse der letzten 10 Tage addiert und das Ergebnis durch 10 teilt. Am Folgetag wird der älteste Kurs rausgenommen und der Schlusskurs des neuen Tages stattdessen hinzugefügt. Jetzt werden diese 10 Kurse durch 10 geteilt. So „gleitet“ der Durchschnitt jeden Tag.

Der gleitende Durchschnitt ist ein eher mechanischer Ansatz beim Eintritt zum bzw. Austritt vom Markt. Um Eintritts- und Austrittspunkte besser identifizieren zu können, wird ein gleitender Durchschnitt häufig in Balkendiagramme eingebettet. Wenn der Markt über dem gleitenden Durchschnitt schließt, wird das gewöhnlich als Signal zum Kaufen gewertet. Und so ist es andersherum auch ein Signal zum Verkaufen, wenn der Markt unter dem gleitenden Durchschnitt schließt. Einige Trader warten lieber darauf, dass die Linie des gleitenden Durchschnitts die Richtung ändert, bevor sie dies als Zeichen zum Kaufen bzw. Verkaufen betrachten.

Die Empfindlichkeit der Linie des gleitenden Durchschnitts und die Anzahl der Signale zum Kaufen bzw. Verkaufen, die dadurch ausgesendet werden, hängen direkt vom gewählten Zeitraum für den gleitenden Durchschnitt ab. Ein gleitender Durchschnitt für 5 Tage ist empfindlicher und wird mehr Signale zum Kaufen bzw. Verkaufen aussenden, als ein gleitender Durchschnitt für 20 Tage. Wenn der Durchschnitt zu empfindlich ist, springen Trader manchmal schnell vom Markt ab und auch wieder auf den Markt auf. Ist der gleitende Durchschnitt jedoch nicht empfindlich genug, besteht das Risiko, dass Händler Chancen durch das zu späte Erkennen von Signalen zum Kaufen bzw. Verkaufen verpassen

Der gleitende Durchschnitt kann ein äußerst hilfreiches Werkzeug für technische Händler sein.

Trendlinie

Eine Trendlinie hilft dabei, den Trend und potenzielle Unterstützungs- und Widerstandszonen zu erkennen. Eine Trendlinie ist eine gerade Linie, die mindestens zwei Höchstwerte oder Tiefpunkte im Kursverlauf eines zugrunde liegenden Handelsguts verbindet. Zwischen den zwei Punkten darf kein Kursstand diese Trendlinie durchbrechen. Die Trendlinie markiert so eine Unterstützung- oder Widerstandszone, in der sich der Kurs gedreht hat (Höchstwerte und Tiefpunkte) und nicht übergetreten ist. Je länger eine Trendlinie ist, desto aussagekräftiger ist sie. Dies gilt besonders dann, wenn der Kurs die Linie mehrmals berührt hat, ohne sie zu durchbrechen.

Der Durchbruch einer Langzeit-Trendlinie kann ein Anhaltspunkt dafür sein, dass sich der Trend bald umkehrt. Es gibt jedoch keine Garantie, dass das eintritt. Wie bei allen Indikatoren für die Umkehr von Kurstrends, gibt es auch hier keine bewährte Methode, die zur Vorherbestimmung der Richtung zukünftiger Kurse geeignet ist.

Double/Triple-Tops und Double/Triple-Bottoms

Eine Double/Triple-Bottom-Formation ist ebenfalls ein guter Punkt für eine technische Sell-Stop-Order. Solch eine Sell-Stop-Order würde normalerweise genau unter den vorherigen Tiefpunkten platziert. Eine Double/Triple-Top-Formation ist andersherum ein guter Punkt für eine technische Buy-Stop-Order genau über den vorherigen Höchstwerten.

Einbruch

Wenn sich ein Markt rasch in eine bestimmte Richtung bewegt, kann er manchmal zurückrudern, sobald die Marktteilnehmer ihre Gewinne entnehmen. Dieses Phänomen wird als Einbruch bezeichnet. Oft ist das eine gute Gelegenheit, bei weitaus attraktiveren Kursständen auf den Markt zurückzukehren, bevor der eigentliche Trend wieder einsetzt.

Zur Bestimmung von Einbrüchen werden häufig Fibonacci-Folgen eingesetzt.

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